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muschnik1961 (November 30, 1999 at 12:00 am)
Man soll nicht nur kritisieren, es gibt auch Gutes zu berichten: Z.B. gefällt mir die Neuschaffung der Wander- und Fahrradwege über die Trassen der ehemaligen Güterverkehrstrecken der Eisenbahn. Aber gemessen an dem, was möglich gewesen wäre und andere Städte gekonnt umgesetzt haben, hat Essen viele Chancen verspielt. Und das (ich stimme Dir zu) fing schon mit dem Abriss des alten Rathauses an... So etwas passiert, wenn Akademiker anstatt Praktiker das Sagen haben!
CM93online (November 30, 1999 at 12:00 am)
Ich denke auch. Naja ein paar Jahre bist du schon älter, das ändert aber ja nichts an dem Jetzt-Zustand von Essen. Essen wird in den nächsten Jahren sehen, wie die Einwohner wegziehen - wenn man mal die Einwohnerzahl von vor mehreren Jahren betrachtet.
muschnik1961 (November 30, 1999 at 12:00 am)
So ganz verschieden scheinen unsere Ansichten doch nicht zu sein! Aber möglicherweise bin ich ja auch schon mit 47 Jahren ein unflexibeler alter Typ, der wehmütig auf Traditionen zurückblickt. Immerhin ging es Karstadt noch gut, als sie innerhalb ihrer Tradition agierten - als Warenhaus für alle. Das neue Konzept ist blödsinnig: Ein Kochlöffel, ein Schneebesen für 15 Euro. Ich glaube, Karstadt verwechselt Essen mit London oder Paris!
CM93online (November 30, 1999 at 12:00 am)
Der ist mir auch schon aufgefallen. -.-Hauptsache Karstadt verzichtet auf die Multimedia Abteilung, kein wunder da läuft man doch lieber zu saturn, die ja jetzt auch ins limbecker ziehen.
muschnik1961 (November 30, 1999 at 12:00 am)
Ein Problem des heutigen Zeitgeschmacks ist es, die Dinge schön zu reden. Auch das ECE wurde so "herbeigeredet". Und Karstadt (ich spreche es laut aus!) darin mit seinen lächerlichen Türstehern als "Aufpasser" und einem radikal reduzierten Waren- und Verkäuferangebot, kann sich mit seinem einstigen Glanz nicht mehr messen... Dabei galt Essen mal als "Einkaufsstadt"!
CM93online (November 30, 1999 at 12:00 am)
Das fing schon mit dem Abriss und Neubau des Rathauses an...
muschnik1961 (November 30, 1999 at 12:00 am)
Ich wohne seit über 40 Jahren in Essen, die Entwicklung unserer Stadt ist einfach desolat: Leerstehende Bürohäuser, horrende Mieten für Mittelständige, die "Verstümmlung" des Segerothparks und jetzt noch eine UFO-ähnliches Einkaufszentrum, das der Stadt seine Nordsilhouette nimmt. Wir haben ja gar keine historische Baukultur mehr, nur noch Beton, Glas und Neon-Reklame. Ich kann nur Dresden empfehlen, da hat man´s richtig gemacht...
CM93online (November 30, 1999 at 12:00 am)
Naja, man braucht sich ja bloß mal die Kommentare hier durchlesen... In dieser Sache ist denke ich auch jeder eigen. Das mit den Büroparks ist wirklich nicht ganz normal, aber diese werden ja auch nicht alle von der Stadt finanziert. Aber wenn ich mir nur mal die Leute ansehe, die in den Vorständen der Stadt sitzen... Irgendwas läuft hier falsch.
muschnik1961 (November 30, 1999 at 12:00 am)
Man ist möglicherweise zu sehr sensibilisiert, weil es immer wieder und überall kommunale und städtische Entscheidungen gibt, die man nur mit Kopfschütteln quitieren kann. Ein Beispiel sind die unzähligen Bürohochhäuser und Büroparks, die nur zu 20% ausgelastet sind. Essen ist voll davon! Und trotzdem wird fleissig weitergebaut... Sind wohl alles Abschreibprojekte! Abgesehen davon kenne ich tatsächlich niemanden, dem das neue ECE gefällt.
CM93online (November 30, 1999 at 12:00 am)
Oke, solche Quellen habe ich nicht, aber ich fand die Entscheidung richtig. |